Glücklich mit dem Glyx-Prinzip: Zum Abnehmen gehört die richtige Ernährung

Abnehmen, fitter werden: Das funktioniert nur dann richtig gut, wenn man Bewegung mit der richtigen Ernährung kombiniert. „Nur mit Sport richtig abnehmen, das geht nicht. Ich empfehle, Sport und Diät Hand in Hand laufen zulassen“, sagt Sascha Seifert, Experte unserer Zeitung für Fitness-Themen.

Auf seine Empfehlung hin haben sich die HNA-Redakteurinnen Marie Klement (29) und Michaela Streuff (33) im Selbstversuch für die Glyx-Diät nach Marion Grillparzer entschieden. Sie ist eine von von vielen Möglichkeiten, seine Ernährung zu verändern. Fragen und Antworten zum Thema.

Was ist dieses sogenannte Glyx? 

Das Buch zur Diät: „Die Neue Glyx-Diät“ von Marion Grillparzer

Glyx ist die Abkürzung für „Glykämischer Index“. Dieser besagt, wie stark ein Lebensmittel die Bauchspeicheldrüse anregt, Insulin auszuschütten, um den Blutzucker zu regulieren. Insulin hat zwar sein Gutes: Es sorgt dafür, dass der Mensch im Körper etwas aufbaut. Muskeln beispielsweise. Insulin ist aber auch dafür verantwortlich, dass Fettpolster entstehen. Es schickt den Zucker zum Muskel und das Fett in die Fettzellen. Dort sperrt es das Fett ein. Solange Insulin im Blut ist, können Enzyme und schlankmachende Hormone ihre Wirkung nicht entfalten.

Laut Grillparzer ist Glyx eine Zahl von 1 bis 110. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl, desto weniger Insulin lockt das Lebensmittel. Joghurt, rohe Möhren und Bitterschokolade etwa haben einen geringen Glyx (bis 55), während Bier und Currywurst einen extrem hohen haben (über 70). Wie viel Fett, Kohlenhydrate und Kalorien ein Lebensmittel beinhaltet, spielt dabei keine Rolle.

Warum sollte ich auf die Glyx-Diät setzen? 

„Die Glyx-Diät ist keine wirkliche Diät. Es geht darum, konsequent auf gesunde Ernährung zu setzen“, erklärt Seifert. Ziel sei es, die Ernährung langfristig umzustellen. Das Ampelsystem der Glyx-Diät, das die Nahrungsmittel in grüne, gelbe und rote Kategorien einteilt, „gibt den Menschen die Kompetenz an die Hand, zu unterscheiden, was gut ist und was schlecht“, sagt er.

Was hat es mit diesem Ampelsystem auf sich? 


Beim Glyx-Prinzip gilt: Grün ist gut – man hat sozusagen freie Fahrt und darf viel von diesem Lebensmittel essen (etwa Fisch, Naturreis, Äpfel). Gelb bedeutet: Achtung, aufpassen, nur in Maßen genießen (zum Beispiel Knäckebrot, Ananas, gekochte Möhren). Rot signalisiert: Stopp. Am besten vermeiden oder nur ein kleines bisschen davon genießen (etwa Brezeln, Schokolade, Pommes).

Ohne Fette geht es nicht. Welche sind erlaubt?

Der menschliche Körper braucht Fett. Dabei gilt: Finger weg von industriellen Fetten wie sie in Chips und Vollmilchschokolade enthalten sind. Erlaubt sind natürliche Fette wie sie Pflanzenöl, Nüsse und Seefisch liefern. Diese guten Fette unterstützen den Fettabbau im Gewebe und die Fettverbrennung in der Muskulatur.

Muss man sieben Tagen die Woche glyxen?

Nein. Ganz verzichten auf Currywurst, Pizza oder Burger muss man nicht. „Wenn ich mich sechs Tage gut ernähre, darf ich mir auch einen Sündentag pro Woche gönnen“, sagt Seifert.

Was sagen Kritiker zur Glyx-Diät? 

Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist der „Glykämische Index“ für sich allein kein sinnvolles Kriterium zur Beurteilung von Lebensmitteln. Die DGE kritisiert, dass bei dieser Diät weder die Fett-, noch die Eiweiß-, Kohlenhydrat- oder Kalorienmenge der Nahrung relevant sei. Zu viel Fett zu konsumieren, sei aber nicht hilfreich, da es eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Übergewicht spielt. Empfehlenswerte Lebensmittel wie Kartoffeln würden zudem zu Unrecht abgelehnt.

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