Gemüse zum Schlürfen

München – Nach dem BWL-Studium verschrieb sich Philipp Döhmel der gesunden Ernährung. In der Maxvorstadt verkauft der 25-Jährige nun “Green Smoothies” aus dem 3-PS-Mixer.

Gemüse zum Schlürfen

Morgens ein Schokocroissant vom Bäcker, mittags ein Schnitzel in der Kantine und nachmittags jede Menge Kaffee am Schreibtisch. Als Student Philipp Döhmel bei Praktika Berufsluft schnupperte, erschrak der sportliche junge Mann schon bald angesichts seines Essverhaltens. Er sagt: „Ich habe mich zu dieser Zeit super ungesund ernährt. Aber man kann nicht im Kopf Hochleistung bringen, wenn dem Körper etwas fehlt.“ Seit November ist Philipp nun sein eigener Chef. Der 25-Jährige hat sich nach dem BWL-Studium der gesunden Ernährung verschrieben. Gesunde Ernährung in Form von Gemüsesäften, sogenannten Green Smoothies. An der Augustenstraße in der Maxvorstadt, gleich neben dem bekannten Café Jasmin, hat er seinen Laden mit Namen „Sunny Food“ eröffnet. Oder besser gesagt: seine Saftbar (nicht zu verwechseln mit Saftladen!). Der Existenzgründer hat alles mit Eigenkapital gestemmt und viel Herzblut in das Projekt gesteckt. Daheim las sich der Betriebswirt in Studien ein, wie Obst und Gemüse in welchen Konstellationen wie auf den Körper wirken. Später probierte er sich am heimischen Küchenmixer durch verschiedene Rezepte und fügte noch eigene Zutaten hinzu. Denn die Smoothies sollten nicht nur gesund sein, sondern auch schmecken. Philipp setzt seinen Kunden nur vor, was er selbst für gut befunden hat. Rausgekommen sind Kreationen wie der „Sunny Star“-Smoothie (sechs Euro). Darin: Mango, Ananas, Minze, Banane, Kiwi und Ingwer. Aber auch: Spinat und Grünkohl, die dem dickflüssigen Saft die grüne Farbe geben. Die Smoothies sind nicht fix und fertig in Kannen abgefüllt, wie man das von anderen Saftbars kennt. Bei jeder Bestellung schmeißt Philipp aufs Neue den Mixer an. „Die Smoothies sollen maximal frisch sein“, sagt er. Gemüse zum Schlürfen Nach seinem BWL-Studium verschrieb sich Philipp Döhmel der gesunden Ernährung und verkauft nun „Smoothies“ Philipps Hochleistungsmixer hat 3 PS. Die braucht es, um die Gemüse-Zellwände aufzuspalten. Der Standard- Mixer daheim bekommt das nicht hin, die pürierte Rohkost wäre schwer zu verdauen. Die Folge: Blähungen oder Durchfall. Das will Philipp natürlich in jedem Fall vermeiden. Seine Smoothies sollen die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern. Er hat seine Säfte in vier Kategorien eingeteilt: Die „Sunny Up“-Smoothies mit Haferflocken und Milchkomponente dienen als Frühstücksersatz. Die Gemüsesäfte mit Guarana aus der „Sunny Brain“-Reihe sollen anstelle von Kaffee den „geistigen Kick“ am Nachmittag Die Säfte erinnern in den Plastikbechern und mit Strohhalmen an typische „To go“-Getränke, die man auf die Schnelle mitnimmt. Philipp betont aber, man solle sich fürs Smoothies-Schlürfen Zeit nehmen, ruhig eine halbe Stunde. Wie für eine richtige Mahlzeit eben auch. Der kleine Laden mit den türkisblauen Wänden und weißen Holzlampen Marke Eigenbau lädt denn auch viele – meist weibliche – Kunden zum Verweilen ein. „Am Anfang kamen zu 90 Prozent Frauen“, gesteht Philipp. Aber auch immer mehr Männer könnten sich für die Smoothies begeistern. Gesunde Ernährung – nicht nur Frauensache. Janina Ventker

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